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DSL Lexikon



Bei der analogen Übertragungstechnik findet der Datentransfer über normale Kupferleitungen statt. Dabei werden analoge Signale in digitale Signale und umgekehrt umgewandelt. Für die Installation muss das analoge Modem nur mit dem PC und der Telefondose verbunden und die entsprechenden Treiber installiert werden.

Aufgrund ihrer geringen Übertragungsgeschwindigkeit mit 7 KB pro Sekunde kann es mit analogen Modems einige Sekunden dauern, bis sich eine Seite vollständig aufgebaut hat. Grund: Internetseiten haben mittlerweile Größen von 20 KB und mehr. Weiterer Nachteil: bei der analogen Variante gibt es nur eine Leitung. Hat sich das Modem im Internet eingewählt, kann nicht gleichzeitig auf der gleichen Leitung telefoniert werden.

DSL

Die Abkürzung DSL steht für „Digital Subscriber Line“ (Digitaler Teilnehmeranschluss). Mit einer Transferrate von 768 Kbit (96 KB pro Sekunde) ist die DSL-Leitung zwölf Mal so schnell wie eine ISDN-Verbindung. Je nach DSL-Anbieter gibt es Modems mit einer Datentransfergeschwindigkeit von bis zu 16.00 Kbit (250 Mal schneller als ISDN). DSL ist ein Sammelbegriff, konkrete Ausgestaltungen eines DSL-Anschlusses sind nach Geschwindigkeit aufsteigend sortiert, so z.B. ADSL, ADSL2+, SDSL oder VDSL.

DSL-Splitter

Der Anschluss des DSL-Splitters ist der erste Schritt beim Einrichten von DSL. Er fungiert als Frequenzweiche, indem er die Telefonsignale von den DSL-Signalen trennt. Der Splitter wird in die Telefondose (TAE-Abschlussdose) eingesteckt. An den DSL-Splitter wird zum einen das Telefon oder die Telefonanlage angeschlossen. Zum anderen wird die DSL-Hardware an den Splitter angeschlossen. Bei der Bestellung eines DSL-Paketes ist ein Splitter in der Regel bei allen DSL-Anbietern inklusive.

DSL-Modem

Das DSL-Modem ist ein Endgerät, das den PC mit dem Internet verbindet. Es wird direkt mit dem DSL-Splitter verbunden und per USB- oder Netzwerkkabel (LAN-Kabel) an den PC angeschlossen. Mit einem USB-Anschluss wird das DSL-Modem vom Betriebssystem erkannt und automatisch installiert. Neben den externen Geräten gibt es auch DSL-Modems mit Ethernet-Anschluss (LAN-Anschluss). Hierfür ist ein Netzwerk-Anschluss am Computer erforderlich. Falls dieser nicht vorhanden ist, muss eine Netzwerkkarte eingebaut werden. Moderne Rechner und Notebooks sind in der Regel von vornherein voll netzwerkfähig.

WLAN-Router

Bei dem WLAN-Router ist das DSL-Modem bereits integriert. Der Zugang ins Internet erfolgt über ein drahtloses Netzwerk (Wireless Local Area Network, WLAN). Auf diese Weise können mit dem DSL-Anschluss auch mehrere Rechner online sein.

Der Router wird direkt mit dem DSL-Splitter verbunden. Der Datentransfer zum Computer erfolgt via Funknetz oder Netzwerk-Kabel. Für PCs oder Laptops, die noch nicht drahtlos netzwerkfähig sind, gibt es Funkadapter (WLAN-Sticks), die in die USB-Buchse des PCs angebracht werden.

Zum Schutz vor dem Zugriff Unberechtigter auf das Funknetzwerk sollte der WLAN-Router nach Sicherheits-Standards wie eine integrierte Firewall und Verschlüsselungsfunktionen ausgesucht werden.

DSL-Router

Der DSL-Router beinhaltet das DSL-Modem. Durch den DSL-Router kann der Benutzer mehrere Computer mit dem DSL-Anschluss per Netzwerkkabel verbinden und nutzen.

Der Router wird unmittelbar mit dem DSL-Splitter verbunden und mit einem Netzwerkkabel an die Rechner angeschlossen. Die Rechner müssen hierfür mit einem Netzwerkanschluss bzw. einer Netzwerkkarte ausgestattet sein. Moderne Computer und Laptops sind in der Regel von vornherein netzwerkfähig.

Der DSL-Router sollte über Sicherheitsfunktionen wie z. B. eine integrierte Firewall verfügen. So können unerwünschte Zugriffe aus dem Internet auf das Netzwerk ausgeschlossen werden.

Firewall

Eine Firewall („Brandschutzmauer“) ist eine digitale Schutzmauer, die zwischen Internet und dem lokalen Netzwerk geschaltet ist. Sie schirmt das Netzwerk vor unerlaubten Zugriffen aus dem Internet (Viren, Würmer, Phishing, Hacker oder Trojaner) ab. Anhand von durch den Nutzer bestimmten Regeln lässt sie nur diejenigen Datenpakete passieren, die sie als ungefährlich einordnet. Hierfür überprüft die Firewall Absenderadresse, Empfängeradresse, Protokoll, Port und Inhalt.

Stuft die Firewall ein Datenpaket, das in das Netzwerk möchte, als gefährlich ein, macht sie den Anwender darauf aufmerksam. Dieser kann per Mouse-Klick entscheiden, ob er die verdächtigen Daten zulässt oder nicht.

ISDN

Die Abkürzung ISDN steht für „Integrated Services Digital Network“ (Dienste-integrierendes digitales Netz). Ein ISDN-Anschluss mit einer Übertragungsrate von 64 Kbit verfügt im Gegensatz zum analogen Anschluss über zwei Leitungen. Somit ist es möglich, online zu sein und gleichzeitig zu telefonieren. Die Übertragungsrate eines ISDN-Modems ist doppelt so schnell wie ein analoges Modem.

Für eine schnellere ISDN-Variante kann der Benutzer einen zweiten Kanal dazu schalten. Die Übertragungsrate wird somit doppelt so schnell. Allerdings entfällt damit die Möglichkeit im Internet und gleichzeitig telefonisch erreichbar zu sein. Darüber hinaus sind die Kosten höher, da zwei Leitungen angerechnet werden.

DSL-Flatrate

Mit einer DSL-Flatrate kann der Anwender ohne Zeit- oder Volumenlimit zu einem monatlichen Pauschalpreis im Internet surfen. Diese DSL-Tarifart eignet sich daher besonders für Personen, die viel im Internet sind.

DSL-Telefonie

Bei der DSL-Telefonie werden die Sprachsignale in ein digitales Format umgewandelt und per Internet übertragen (Voice over IP). Dieser DSL-Tarif ermöglicht das Telefonieren zum Festpreis ohne zeitliche Beschränkung. DSL-Telefonie wird mittlerweile standardmäßig von fast allen DSL-Anbietern geführt. Sie empfiehlt sich für Personen, die häufig und lang im deutschen Festnetz telefonieren.

Download- und Content-Tarife

Download- und Content-Tarife sind geeignet, um sich mit dem schnellen DSL-Anschluss große Mengen an Inhalten online herunterzuladen. Mit diesem Tarif kann sich der DSL-Nutzer Datenmengen in Form von Musik, Videos, Spiele, Software downloaden und auch digitale Fernsehsender empfangen.

DSL-Volumentarife

DSL-Volumentarife bieten ein festes monatliches Datentransfervolumen an. Wenn dieses Volumen aufgebraucht ist, entstehen zusätzliche Kosten. Sie eignen sich für Personen, die nur selten das Internet benutzen. Diese DSL-Tarifart ist aber aufgrund der günstigen DSL-Flatrates aus der Mode gekommen.

DSL-Zeittarife

Die DSL-Zeittarife basieren auf einer minutenweisen Abrechnung für das Surfen im Internet. Es gibt DSL-Zeittarife, bei denen ein bestimmtes Kontingent an Freiminuten gratis zur Verfügung gestellt wird. Auch dieser DSL-Tarif ist aufgrund der günstigen Angebote an Flatrates schon fast vom Markt verschwunden.

Triple Play

Triple-Play-Anschlüsse ermöglichen es dem Verbraucher, Fernsehen, Telefonie und Internet über eine einzige Leitung zu beziehen. Voraussetzung: ein modernisierter Kabelanschluss und damit die Verfügbarkeit der Angebote vor Ort. Komplett-Pakete mit diesen Leistungen werden immer beliebter und sind aufgrund der hohen Bandbreite eines modernisierten Kabelanschlusses sehr gut nutzbar. Der Verbraucher zahlt nur noch an einen Anbieter und hat somit für alle Komponenten die volle Kostenkontrolle.

Letzte Meile

Die „Letzte Meile“, auch Teilnehmeranschlussleitung (TAL) genannt, bezeichnet den Teil der Telefonleitung, der den Hausanschluss mit der nächsten Vermittlungsstelle verbindet. Die Vermittlungsstelle stellt die Verbindung zum Telekommunikations-Netz des Anbieters her. Als maximale Entfernung kann die Teilnehmeranschlussleitung, die meist aus einer gewöhnlichen Kupferleitung besteht, etwa bis zu fünf Kilometer überbrücken. Aber je größer die Entfernung zum nächten Hauptverteiler ist, desto geringere DSL-Geschwindigkeiten können realisiert werden. Häufig befindet sich die „Letzte Meile“ im Eigentum der Deutschen Telekom. Da es für die meisten Anbieter unwirtschaftlich ist, ein komplett eigenes Leitungsnetz aufzubauen, müssen die Anbieter für die Anmietung der Leitungen Gebühren an die Telekom abführen. In einigen Regionen ist der Aufwand so hoch, dass manche Anbieter diese Kosten anteilig in Form eines Regio-Aufschlages (ca. 5,-€ monatlich) an die Kunden weiter geben.